SPANNUNGSARME PC-BAUTEILE DURCH GEZIELTE TEMPERIERUNG
Qualität durch richtige Temperierung
Transparente Kunststoffbauteile stellen besondere Anforderungen an den Spritzgießprozess. Bereits geringe innere Spannungen können zu sichtbaren Spannungsoptiken und damit zu unerwünschten optischen Effekten führen.
Doch wie lässt sich dieser Effekt gezielt beeinflussen?
CONTURA untersucht, wie eine gezielte Werkzeugtemperierung die Spannungsverteilung transparenter PC-Bauteile beeinflusst – wissenschaftlich fundiert und direkt in der Praxis sichtbar.
Auf der Fakuma zeigen wir den Unterschied live.
Wissenschaftlicher Hintergrund
Die technische Grundlage der Anwendung wurde im Rahmen einer Bachelorarbeit bei CONTURA wissenschaftlich untersucht. Dabei wurden die Einflüsse von Werkzeugtemperierung und Prozessparametern auf die inneren Spannungen transparenter Polycarbonat-Bauteile analysiert.
Hierzu wurden 38 unterschiedliche Prozessvarianten mit Moldex3D simuliert und ausgewählte Varianten anschließend unter realen Bedingungen auf einem Spritzgießwerkzeug mit CONTURA-Temperierung gefertigt. Die entstandenen Bauteile wurden mittels Polarisationsanalyse untersucht und den Simulationsergebnissen gegenübergestellt. Dabei zeigte sich eine hohe qualitative Übereinstimmung: Kritische Spannungsbereiche konnten sowohl in der Simulation als auch am realen Bauteil identifiziert werden.
Die Untersuchung zeigte zudem, dass insbesondere die dynamische Werkzeugtemperierung in Kombination mit einer optimierten Nachdruckführung die sichtbare Spannungsoptik deutlich reduzieren kann.
Die Bachelorarbeit wurde mit der Auszeichnung als bester Absolvent des Studiengangs gewürdigt.
Damit steht hinter der auf der Fakuma live demonstrierten Anwendung nicht nur ein sichtbarer Effekt, sondern eine wissenschaftlich untersuchte und experimentell validierte Prozessstrategie.
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